Laserbehandlung


originale und laserbehandelte Polyestermonofilamente

Die Bestrahlung polymerer Substrate mit Lasern führt durch den intensiven Energieeintrag vor allem zu thermischen Effekten. So konnten in der Vergangenheit schnelle Thermofixier-, Schneid- und Musterungsprozesse erarbeitet werden.

Ultraviolettlaser zeichnen sich in diesem Rahmen zunächst durch die hohe Photonenenergie aus, die neben thermischen prinzipiell auch photochemische Effekte erlaubt. Die meist im Nanosekundenbereich gepulsten Laser bewirken darüber hinaus aber auch extreme Leistungseinträge. Arbeiten des DTNW haben im Jahre 1989 erstmals gezeigt, dass es bei derartigen Behandlungen zu einer signifikanten Veränderung der Topographie von Faseroberflächen kommt; im Falle orientierter Fasern mit hoher Kristallinität bildet sich meist eine regelmäßige, rollenartige Struktur im Mikrometermaßstab aus.

Die durch die UV-Laserbestrahlung hervorgerufene Mikrostruktur hat im Bereich der Textilveredlung zunächst Auswirkungen auf die optischen Eigenschaften des Textils und das Benetzungsverhalten (Wenzel- bzw. Cassie-Baxter-Benetzungsszenario). Von Bedeutung sind aber vor allem merkliche Veränderungen der Schicht- und Partikelhaftung mit entsprechenden Auswirkungen im Komposit- und Laminatbereich und in der Mikrofiltration.