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Eine neue Nanofasermatrix für den kornealen Gewebeersatz - 01.07.2014


Weltweit leiden circa 10 Millionen Menschen unter einem Sehverlust aufgrund eines Hornhautschadens. Im schlimmsten Fall besteht die einzige Therapieoption in einer Transplantation von kornealem Spendergewebe.

In vielen Ländern existiert jedoch ein bedeutender Mangel an qualitativ geeignetem Substituten, der zu verschiedenen Versuchen, einen künstlichen Gewebeersatz zu entwickeln, geführt hat. In Kooperation mit der Augenklinik des Universitätsklinikums der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Instituten der Universität Duisburg-Essen ist es im Deutschen Textilforschungszentrum Nord-West gGmbH gelungen, eine bioabbaubare Nanofasermatrix aus Poly(glycerolsebazinsäure)(PGS)/Poly(ε-Caprolakton)(PCL)-Gemisch zu entwickeln, die dem (menschlichen) Hornhautstroma ähnelt. Die Ergebnisse zeigen, dass PGS/PCL-Matrizen aufgrund ihrer mechanischen und physikalisch-chemischen Eigenschaften sowie der hohen Biokompatibilität mit Endothel- und Blutzellen eine ideale Alternative für den kornealen Gewebeersatz darstellen.

 

 

Die Ergebnisse sind im Detail in

S. Salehi et al., Generation of PGS/PCL-Blend Nanofibrous Scaffolds Mimicking Corneal Stroma Structure, Makromol. Mater. Eng. 299 (2013) 455–469. (DOI: 10.1002/mame.201300187),

S. Salehi et al., Characterization of Structural, Mechanical and Nano-Mechanical Properties of Electrospun PGS/PCL Fibers, RSC Adv. 4 (2014) 16951–16957. (DOI: 10.1039/c4ra01237b),

S. Salehi et al., Eine neue Nanofasermatrix für den kornealen Gewebeersatz, Klin. Monatsbl. Augenheilkd. 231 (2014) 626-630. (DOI:10.1055/s-0034-1368533)

 

beschrieben.