Abweisung Metallspritzer II

Schweißerschutzkleidung wirkt als Barriere gegen sowohl gegen flüssige Metalltropfen die Temperaturen über 1500 °C aufweisen können als auch UV-Strahlung welche Hautkrebs verursachen kann. Meist werden schwere Baumwollgewebe eingesetzt, wobei der bekleidungsphysiologische Komfort schlecht ist. Das hohe Warengewicht isoliert gegen heißen Metallspritzern und schützt vor UV-Strahlung und führt zu einer akzeptable Produktlebensdauer. Schweißer unterliegen enormen Belastungen (Schwerarbeit, Temperaturen, Luftqualität), wobei ein mangelnder bekleidungsphysiologischer Komfort die Situation verschärft. Die thermische Belastung für zu Diskomfort, Müdigkeit und herabgesetzte mentale/physische Leistungsfähigkeit. Ein besserer Komfort erhöht die Produktivität wie auch die Arbeitssicherheit, da mentale und physische Leistungsfähigkeit länger erhalten bleiben.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer Ausrüstungen, welche die erforderlichen Schutzklassen der Schweißerschutzkleidung bei geringerem Flächengewicht und somit höherem bekleidungsphysiologischen Komfort garantieren. Abweisende und im Submikrobereich strukturierte anorganische Dünnschichten sollen entwickelt werden, die ein effektives Abrollen und kurzen Kontakt zwischen Textil und flüssigem Metall gewährleisten. Durch die Strukturierung wird die Kontaktfläche von Textil und flüssigem Metall reduziert, was die Wärmeübertrag zusätzlich verringert. Additiven mit hoher thermischer Leitfähigkeit soll die übertragene Wärme schnell in der Fläche verteilen und punktuelle Aufheizungen zu reduzieren. Die Ergebnisse sind von unmittelbarem Nutzen für die etwa 100 in klein- und mittelständischen Strukturen agierenden Textilveredlungsunternehmen. Hinzu kommen gesellschaftlich relevante Aspekte, da bessere Schweißerschutzkleidung nicht nur die Produktivität, sondern auch die Arbeitssicherheit und Gesundheit der 150.000 alleine in Deutschland (weltweit mehr als 5 Mio.) beschäftigten Schweißer erhöht.

 

Angaben zum Forschungsvorhaben

Titel:

Weiterentwicklung einer Ausrüstung zur Verbesserung der Schutzwirkung von Schweißerschutzkleidung gegen flüssige Metallspritzer bei gleichzeitig verbessertem UV-Schutz

Kennwort:

Abweisung Metallspritzer II

Förderkennzeichen:

IGF 20143 N

Kooperationspartner:

Hohenstein Institut für Textilinnovation gGmbH

Laufzeit:

01.07.2019 bis 30.06.2021

Ansprechpartner im DTNW:

Dr. Thomas Mayer-Gall, Tel.: +49-2151-843-2015, mayer-gall@dtnw.de