Kombinationsausrüstung für selbstreinigende, UV-schützende und hygienischere Textilien

Materialien wie Zink- oder Titandioxide weisen hochinteressante Eigenschaften auf. Sie absorbieren in hohem Maße UV-Strahlung und sind im Bereich des sichtbaren Lichtes transparent. Angeregt durch UV-Licht oder im Fall von dotierten Oxiden von sichtbarem Licht können diese den Abbau von organischem Material katalysieren. Ziel des Forschungsprojektes ist es eine Kombinationsausrüstung zu entwickeln, die diese Eigenschaften der Oxide ausnutzt, um vor UV-Strahlung schützende Textilien zu entwickeln, deren Oberflächen gleichzeitig selbstreinigende und antimikrobielle Eigenschaften aufweisen. Im Rahmen der Arbeiten sollen kommerziell verfügbare wie synthetisierte photokatalytisch VIS-aktive Oxidmaterialien mit unterschiedlichen Bindersystemen (konventionelle Polymersysteme wie auch wässrige Sol-Gel-basierte Systeme) appliziert werden. Im Rahmen der Auswahl/Entwicklung des Bindersystems wird die Wechselwirkung der photokatalytisch aktiven Ausrüstungen mit dem Substrat besonderes Gewicht haben. Ein geeigneter Binder gewährleistet, dass der photokatalytische Effekt an der Oberfläche der funktionalisierten Faser wirkt und eine mögliche Degradation des Fasermaterials verhindert. Die angestrebten Arbeiten sollen den klein- und mittelständisch aufgestellten textilveredelnden Betrieben mittelfristig ein innovatives, ressourceneffizientes, energie- und wassersparendes und mehrfach funktionelles Produkt zugänglich machen. Der Schutz vor schädlicher UV-Strahlung ohne den Einsatz von organischen UV-Absorbern, wie auch die effektive Reduktion der Ausbreitung von Bakterien und Pilzen - ohne die Verwendung von Schwermetallen oder spezifisch wirkenden und damit mögliche Resistenzen fördernden, organischen Wirkstoffen - sind für viele Anwendungsfälle von hohem Interesse.

 

Forschungsthema:
Kombinationsausrüstung für selbstreinigende, UV-schützende und hygienischere Textilien
IGF-Projekt-Nr. 19891N
Laufzeit: startet in Kürze (Stand: 15.01.2018) 
Ansprechpartner: Dr. Thomas Mayer-Gall, Tel.: +49 (0) 2151/843-2015, Email: mayer-gall@dtnw.de