Mikro- und Nanocellulose

Die Beschichtung von Textilien mit verschiedenen Cellulose-Modifikationen, die Faserlängen im einstelligen Mikrometerbereich aufweisen, kann eine Reihe von interessanten Anwendungsmöglichkeiten erschließen. Die resultierende Hydrophilierung von synthetischen Fasern beeinflusst die Benetzbarkeit, die antistatischen Eigenschaften sowie die Wechselwirkung mit Prozesschemikalien, beispielsweise im Rahmen des Färbe- oder Druckprozesses. Weiterhin wird die Wasserdampfdurchlässigkeit beeinflusst, sodass im Idealfall ein erhöhter Tragekomfort resultiert.

Die gute Verfügbarkeit ultrafeiner Mikrocellulosen, die auf etablierten industriellen Produktionsprozessen basiert, machen diese Produkte zu vielversprechenden Ausgangschemikalien für die Textilindustrie. Nanocellulosen weisen im Moment zwar in Bezug auf Preis und Verfügbarkeit noch Nachteile auf, sind aber aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften und der daraus resultierenden Anwendungsbreite ebenfalls wirtschaftlich äußerst interessant. Hierbei weist insbesondere die nanofibrilläre Cellulose (NFC) ein großes Potenzial auf, da diese bereits im Tonnenmaßstab aus Abfallprodukten der Holzwirtschaft produziert wird und zu Preisen <10 €/kg erhältlich ist.

Im Rahmen des laufenden Forschungsprojekts sollen folgende Ziele erreicht werden:

Angaben zum Forschungsvorhaben:

Forschungsthema: Nutzung von mikro- und nanokristalliner Cellulose zur Hydrophilierung und Funktionalisierung von Bekleidungstextilien
IGF-Projekt-Nr. 19625 N
Laufzeit: Juni  2017 – Mai 2019
Ansprechpartner: Dr. Markus Oberthür, Tel.: +49 (0) 2151/843-2017, Email: oberthuer@dtnw.de