UV-Schützende Textilien

Sommerkleidung sollte leicht und hell sein, darüber ist man sich einig. Genau solche Textilien schützen aber allenfalls geringfügig gegen die gefährliche UV-Strahlung. Nanopartikuläre Materialien wie Zinkoxide oder Titandioxde werden seit vielen Jahren für Sonnencremes eingesetzt. Die genannten Oxide sind farblos, absorbieren aber ultraviolettes Licht stark. Als Nanopartikel sind sie außerdem so klein, dass sie sichtbares Licht nicht streuen. Sie schützen effektiv vor der gefährlichen Strahlung, man sieht sie aber nicht. Die Applikation solcher Partikel auf Textilien erlaubt die Herstellung der gewünschten leichten und hellen Sommeroutfits, die einen hohen UV-Schutzfaktor haben. Im Rahmen der Forschung am DTNW werden geeignete Partikel über den so genannten Sol-Gel-Prozess hergestellt und mit geeigneten Bindern, die auf anorganisch-organischen Hybridpolymeren basieren, appliziert. Entsprechend ausgerüstete Baumwollgewebe erreichen höchste UV-Schutzfaktoren (vergleichbar mit den bekannten Schutzfaktoren bei Sonnencremes). Interessant ist ein UV-Schutz nicht nur, um Personen vor der UV-Strahlung zu schützen, auch Fasermaterialien, die im UV-Licht abgebaut werden, könnten so geschützt werden. So können diese unter extremen Bedingungen für lange Zeit eingesetzt werden.

Projekt aus Mitteln des Landes NRW

Ansprechpartner: Dr. Torsten Textor, Tel.: +49 2151-843-159, textor@dtnw.de

UV-Absorption einer Beschichtung vor und nach Modifizierung mit Zinkoxid-Nanopartikeln