Textilien für die kosmetische und pharmazeutische Nutzung

Textilien für die kosmetische und pharmazeutische Nutzung

Das Ziel des Forschungsvorhabens bestand darin, Textilien für die kosmetische und pharmazeutische Nutzung zu entwickeln. Dazu war es erforderlich, die Komplexbildung von Cyclodextrinen mit unterschiedlichen chemischen Substanzen zu untersuchen, die entweder für eine Anwendung im kosmetischen oder pharmazeutischen Bereich von Interesse sind.
Es konnte gezeigt werden, dass sowohl eine Komplexbildung der untersuchten Substanzen mit Cyclodextrinen erfolgt. Ebenso gelang es textile Materialien mit fixierten Cyclodextrinen mit diesen Substanzen zu beladen. Die Bildung der Komplexe sowie die Freisetzung der Wirkstoffe konnte in allen Fällen nachgewiesen werden.

Die Hautverträglichkeit der komplexierten Wirkstoffe und der damit ausgerüsteten Textilien wurde getestet. Alle getesteten Gewebe werden gemäß der Einteilung der ECVAM (European Centre for the Validation of Alternative Methods) als „nicht irritierend“ eingestuft. Je nach Wirkstoffzusammensetzung werden unterschiedliche Ergebnisse bei den Färbungen von Wolle und Haaren gewonnen. Die Farbintensität kann gesteigert werden, wenn mehrere ausgerüstete Textilschichten übereinander liegend mit dem Färbesubstrat in Kontakt treten. Es konnte bei den Wundauflagen gezeigt werden, dass durch die Ausrüstung mit den jeweiligen β-CD-Wirkstoff-Komplexen eine antibakterielle Aktivität erzielt werden kann. Die Ergebnisse, dass die ausgerüsteten textilen im Bereich des Wundmanagements eingesetzt werden können.

Angaben zum Forschungsvorhaben

Forschungsthema: „Textilien für die kosmetische und pharmazeutische Nutzung“

IGF-Forschungsvorhaben Nr. 15997 BG
Laufzeit 01.03.2009 - 31.05.2011

Ansprechpartner:
Dr. Markus Oberthür, Tel. +492151 843-2017, E-Mail: oberthuer@dtnw.de