Technische Textilien mit katalytischen Eigenschaften - Immobilisierung von metall-organischen Katalysatoren an textilen Trägern

Die Effizienz vieler chemischer Prozesse basiert auf dem Einsatz von Katalysatoren. Für viele Anwendungen werden diese in eine feste Matrix eingebunden (immobilisiert), was eine Wiederverwendung oder aber auch einen dauerhaften Gebrauch in Durchflussreaktoren erlaubt, wobei die Reaktionsprodukte selbst nicht mit dem Katalysator verunreinigt sind. Aufbauend auf den Untersuchungen zur Immobilisierung von Biokatalysatoren (Enzymen) an textilen Trägermaterialien wurde am DTNW eine Methode entwickelt, Porphyrine an Polyamidgeweben dauerhaft zu fixieren. Durch eine Komplexierung von Metallionen (Eisen, Mangan etc.) erhalten derartige metallorganische Porphyrinkomplexe katalytische Eigenschaften, die beispielhaft an der katalysierten Oxidation von Styrol zu Styroloxid aufgezeigt werden konnten. Neben ihren geringen Kosten zeichnen sich natürliche und synthetische Fasermaterialien gegenüber anderen Trägermaterialien vor allem durch ihre flexible Konstruktion und ihre gute Durchströmbarkeit aus. Das Ziel ist die Entwicklung einer Vielzahl von hochgradig innovativen, technischen Textilien mit katalytischen Eigenschaften und die Etablierung dieser in industrielle Prozesse.

 

Angaben zum Forschungsvorhaben:

Immobilisierung metallorganischer Katalysatoren an textilen Trägermaterialien
IGF-Vorhaben Nr. 15691 N
Laufzeit: 01.12.2008 - 28.02.2011
Projektpartner: MPI für Kohlenforschung (Mülheim an der Ruhr)


Ansprechpartner: Dr. Klaus Opwis, Tel.: +49-2151/843-2014, e-Mail: opwis@dtnw.de

Der ausführliche Abschlussbericht wurde in den DTNW-Mitteilungen veröffentlicht und kann beim DTNW angefragt werden: K. Opwis, T. Mayer-Gall, J. Gutmann, H. Cui, K.-R. Pörschke, Immobilisierung metallorganischer Katalysatoren an textilen Trägermaterialien, DTNW-Mitteilung Nr. 79 (2011) ISSN 1430-1954.