Superhydrophile Oberflächen

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, beschichtete Gewebe ‑ insbesondere die den Markt dominierenden PVC-beschichteten Systeme wie Planen, Bänder, (Dach)Membranen – mit hydrophilen Lacksystemen zu versehen und im Hinblick auf Anschmutzverhalten und Abreinigung sowohl in Laborversuchen wie in längerer Realbewitterung in städtisch/industriellem Umfeld zu untersuchen. Die Hydrophilie der als Top-Coat dienenden Lacke soll zunächst durch chemische Rezeptierung eingestellt und zusätzlich durch photonisch induzierte Mikrofaltung gemäß den von Wenzel bzw. Cassie-Baxter beschriebenen Zusammenhängen gesteigert werden. Vordergründig zielt die so zu erzeugende hohe Hydrophilie auf die Verringerung der Anhaftung kritischer Schmutzpartikel wie z.B. Dieselruß ab. Zusätzlich ist der Einbau photokatalytisch wirksamer, metalloxidischer Nanopartikel wie z.B. TiO2 (Anatas) vorgesehen, um den in der Literatur beschriebenen unspezifischen Abbau organischer Anlagerungen und Mikroorganismen bei UV-Einwirkung auszunutzen.

 

Angaben zum Forschungsvorhaben

Forschungsthema: „Auswirkung superhydrophiler Top-Coats auf das Abreinigungsverhalten beschichteter Gewebe“

IGF-Forschungsvorhaben Nr. 16038BG
Laufzeit 01.04.2009  bis 31.03.2011

 

Projektpartner:
Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung e.V. (IOM), Leipzig

 

Ansprechpartner:
Dr. Thomas Bahners, Tel. +49 2151 843-2016, e-Mail: bahners@dtnw.de

 

Durch UV-Mikrofaltung erzeugte Oberfläche mit einem Kontakt kleiner 0,5°.