Neuartige Adsorbertextilien für die Rückgewinnung von Wertmetallen

Natürliche und synthetische Polyelektrolyte sind organische Verbindungen, die aufgrund ihrer funktionellen Gruppen in der Lage sind, unterschiedliche Metallionen reversibel zu binden. Durch ein am DTNW entwickeltes Verfahren können derartige Polyelektrolyte dauerhaft und in hoher Auflage an textilen Trägermaterialien fixiert werden. Das Adsorbertextil vermag unterschiedliche Edelmetalle wie Platin, Palladium, Gold oder Silber auch aus niedrigkonzentrierten Prozesswässern der metallverarbeitenden Industrie herauszufiltern - u.a. auch dort, wo sich eine Aufarbeitung bisher nicht lohnte. Das Textil ist kostengünstig im industriellen Maßstab herstellbar. Die Praxistauglichkeit des Konzepts wurde eindrucksvoll am Beispiel von Palladium-haltigen Wässern der Leiterplattenindustrie aufgezeigt. Darüber hinaus kann das Adsorbertextil auch in der Umwelttechnik - beispielsweise bei der Sanierung von Chromatschäden in Grundwässern und Böden -  oder bei der Rückgewinnung strategischer Elemente verwendet werden.

 

 

Die herausragenden Ergebnisse des Forschungsvorhabens wurden mit dem UMSICHT-Preis 2014 des gleichnamigen Fraunhofer-Instituts und dem Rohstoffeffizienz-Preis 2014 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in der Kategorie „Forschungseinrichtung“ gewürdigt. Außerdem war das Projekt für den Otto-von-Guericke-Preis 2014 (AiF-Projekt des Jahres) nominiert.

Angaben zum Forschungsvorhaben

Titel: Rückgewinnung von Wertmetallen aus wässrigen Reststoffströmen durch polyelektrolyt-funktionalisierte Textilien
Kennwort: Rückgewinnung von Wertmetallen

Förderkennzeichen: IGF-Vorhaben Nr. 17247 N

Laufzeit: 01.08.2011 - 30.11.2013
Projektpartner: Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA)

Ansprechpartner Dr. Klaus Opwis, Tel.: +49-2151-843-2014, e-Mail: opwis@dtnw.de