Permanente Flammschutzausrüstung von Textilien mit Polyphosphazenen

Trotz ihrer flammhemmenden Eigenschaften werden Polyphosphazene bis heute nicht als Flammschutzmittel in der textilveredelnden Industrie eingesetzt, da eine permanente Anbindung bisher nicht gelang. Demnach war es das Ziel des Forschungsvorhabens, synthetische Wege zur gezielten Derivatisierung von Polyphosphazenen aufzuzeigen, um sie über entsprechende Ankerfunktionen dauerhaft an unterschiedlichen textilen Substraten zu fixieren und den Materialien somit flammhemmende Eigenschaften zu verleihen. Dabei wurden unterschiedliche Derivate erfolgreich synthetisiert. Eine allyl-funktionalisierte Spezies konnte wiederum in hoher Auflage wasch- und abrasionsbeständig über eine photochemische Aktivierung an textilen Materialien aus Polyester, Baumwolle und deren Mischungen immobilisiert werden. Die derart mit den neuartigen und halogenfreien Polyphosphazenen ausgerüsteten Textilien weisen signifikant flammhemmende Eigenschaften auf und bestehen unterschiedlichen normierte Brandtests.

 

 

 

 

Angaben zum Forschungsvorhaben

Titel: Permanente Flammschutzausrüstung textiler Flächen für den Objektbereich mit Polyphosphazenen
Kennwort: Polyphosphazene
Förderkennzeichen: IGF-Vorhaben Nr. 16780 N
Laufzeit: 01.11.2010 - 31.01.2013

Ansprechpartner: Dr. Klaus Opwis, Tel.: +49-2151-843-2014, e-Mail: opwis@dtnw.de

Der ausführliche Abschlussbericht wurde in den DTNW-Mitteilungen veröffentlicht und kann beim DTNW angefragt werden: K. Opwis, T. Mayer-Gall, J.S. Gutmann, Polyphosphazene als neuartige permanente Flammschutzmittel in der Textilveredlung, DTNW-Mitteilung Nr. 88 (2013) ISSN 1430-1954.