UV-Lichtbehandlung

Die Oberflächenfunktionalisierung mittels UV-Licht macht sich die hohe Absorption vieler Faserpolymere in diesem Spektralbereich und die hohe Photonenenergie zu Nutze. Die Photonenergie von mehreren Elektronenvolt erlaubt Bindungsbrüchen und die Generierung von Radikalen, die für Reaktionen mit der „Atmosphäre“ zur Verfügung stehen. Stellt man diese durch gasförmige oder flüssige Reaktivmedien dar, ist eine gezielte Oberflächenfunktionalisierung möglich.

Die Arbeiten des DTNW haben diesem Prozesskonzept durch ausschließliche Verwendung flüssiger Reaktivmedien eine praxisfreundliche Gestalt gegeben; in herkömmlicher Veredlungsstrategie wird das Substrat mit dem Reaktivmedium ausgerüstet, und das nasse oder abgelüftete System anschließend bestrahlt.

In bisherigen Arbeiten wurden auf diese Weise realisiert:
- Hydrophil-/Hydrophoboberflächen; ölabweisende Oberflächen
- Flammschutzausrüstungen
- Dünnbeschichtungen mit hoher chemischer und/oder mechanischer Beständigkeit
- die Fixierung von Katalysatoren, z.B. Enzyme
- Antifouling-Ausrüstungen
- neue Kompositmaterialien