Kolloidchemie und Nanotechnologie

 

 

 

 

 

 

Superabweisendes Bersteigerseil durch hydrophobe Nanopartikel

Die Nanotechnologie befasst sich damit, dass sich die vertrauten Eigenschaften von Materialien mitunter dramatisch ändern, wenn die Größe dieser Materialien auf nur einige Nanometer reduziert wird. So kann sich bspw. die Farbe eines Materials ändern, wenn man die Partikelgröße verkleinert, oder elektrische und magnetische Eigenschaften ändern sich. Außerdem erhöht sich durch die Verkleinerung in den Nanometerbereich die spezifische Oberfläche der Materialien exponentiell. Während sich bei einem Mikropartikel deutlich weniger als 1% der Atome an der Oberfläche des Partikels befinden, können es bei einem Nanopartikel 50% und mehr sein. Dies kann bspw. die katalytische Wirksamkeit eines Materials extrem steigen lassen oder dazu führen, dass sich die Eigenschaften eines Komposites durch die enorme Grenzfläche der Komponenten dramatisch verbessern.

Das DTNW beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Möglichkeiten, die sich aus der konsequenten Anwendung der Nanotechnologie für die Funktionalisierung von Textilien ergeben. Wenn es z.B. um die Verbesserung der Scheuerbeständigkeit, das Erzielen antistatischer Eigenschaften, die Schmutzabweisung oder die Beständigkeit eines Textils in aggressiven Atmosphären geht, können nanotechnologische Ansätze zum Ziel führen. Die Erzeugung katalytisch aktiver oder antibakterieller Oberflächen ist möglich; aber auch eher exotische Produkte wie magnetische Textilien oder solche, die im Sonnenlicht die Farbe ändern, sind realisierbar.

Leiter der Arbeitsgruppe
Dr. Torsten Textor
Telefon: +49/2151/843/159
Fax:       +49/2151/843/143
Email:    textor@dtnw.de
(Lebenslauf zum Download)