Antimikrobielle Textilien basierend auf antiadhäsiven Oberflächen

Grundsätzlich lassen sich zwei Ansätze zur Generierung von antimikrobiellen Oberflächen gegen Pathogene unterscheiden: die Ausnutzung eines aktiv bioziden Mechanismus (links) oder der Versuch, das Anhaften der Zellen (Fouling) zu erschweren bzw. zu unterbinden (rechts). Während sich Biozide z.B. auch in Textilfasern einlagern oder auf der Oberfläche immobilisieren lassen, kann das Fouling durch das Vermitteln von speziellen antiadhäsiven Oberflächeneigenschaften verhindert werden (z.B. stark hydrophil, polyanionisch oder stark hydrophob), wobei Letzteres vor allem in den Bereichen Biomedizin (Implantate), Nahrungsmittel (Verpackung) und für marine Anwendungen (z.B. Schiffshüllen) größere technische Bedeutung hat. Da im Textilsektor die Verwendung von organischen Bioziden und Schwermetallen wie Silber mittlerweile als problematisch angesehen wird, untersuchen wir, inwieweit sich auch in diesem Bereich eine antiadhäsive Ausrüstung etablieren lässt.